ORGELKONZERT 2018 UND KUHEXPRESS

Administrator (admin) on Jul 03 2018

Filigrane Violinenklänge und satte Orgeltöne vereinten sich am Sonntag, 29. April 2018 in der St. Cyriakus Kirche in Dreba und fanden ihren Weg direkt in das Gemüt der Zuhörer. Die Kultur- und Heimatstiftung Dreba lud zur ersten kulturellen Veranstaltung in diesem Jahr in die Kirche ein und bot den knapp 100 Interessierten ein Erlebnis mit Orgel und Violine. Die Musiker Franz Schleicher aus der Nachbargemeinde Linda und der gebürtige Knauer Felix Renner spielten gemeinsam und bewiesen mit ihrem musikalischen Kontrastprogramm, wie harmonisch die beiden Instrumente Orgel und Violine zusammen klingen.

Filigrane Violinenklänge und satte Orgeltöne vereinten sich am Sonntag, 29. April 2018 in der St. Cyriakus Kirche in Dreba und fanden ihren Weg direkt in das Gemüt der Zuhörer. Die Kultur- und Heimatstiftung Dreba lud zur ersten kulturellen Veranstaltung in diesem Jahr in die Kirche ein und bot den knapp 100 Interessierten ein Erlebnis mit Orgel und Violine. Die Musiker Franz Schleicher aus der Nachbargemeinde Linda und der gebürtige Knauer Felix Renner spielten gemeinsam und bewiesen mit ihrem musikalischen Kontrastprogramm, wie harmonisch die beiden Instrumente Orgel und Violine zusammen klingen.

Franz Schleicher spielt in seiner Freizeit die Orgeln in den Kirchen der Umgebung. Felix Renner hat mit der Musik seinen beruflichen Lebensweg eingeschlagen. Nach einem erfolgreichen Bachelor-Abschluss für Lehramt an der Musik- und Kunsthochschule Lübeck nimmt er nun den Master für Chordirigieren an der Hochschule für Musik Weimar in Angriff.

Im Winter des vergangenen Jahres waren die beiden Musiker im Rahmen der Veranstaltung „Kirche im Lichtermeer“ in Knau erstmalig gemeinsam in dieser Form aufgetreten, nachdem der Pfarrer der Kirchgemeinde Knau Henry Jahn sie einander empfohlen hatte. Eine kurze Vorbereitung hatte genügt, um sich musikalisch aufeinander einzulassen, und nun konnte das Publikum aus Dreba und den umliegenden Ortschaften schon zum zweiten Mal von dieser Verbindung profitieren. Auf die Frage, wie sich ein Hobbymusiker und ein Berufsmusiker aufeinander abstimmen, sagte Felix Renner: „Ich sehe mich gar nicht unbedingt als Berufsmusiker. Die Musik ist schon lange ein wichtiger Teil meines Lebens. Begonnen hatte alles zu Schulzeiten in Gera, als die Teilnahme am Schulchor Pflicht war. Damals wurde meine Leidenschaft für Chormusik geweckt.“ Musikalisch ist er breit aufgestellt, denn er spielt neben der Violine außerdem Klavier und singt im Chor.

 

Das moderne Stück „Auf uns“ von Andreas Bourani diente als Programmeinstieg und wurde nach der Begrüßung durch die Stiftungsvorsitzende Petra Herzog von der Meditation des Praeludiums von Johann Sebastian Bach abgelöst. Nach weiteren klassischen Stücken, die gemeinsam und auch einzeln vorgetragen worden waren, wurden unter anderem bekannte Lieder von Metallica, Phil Collins oder auch den Beatles präsentiert. Die Akustik des Kirchengebäudes betonte noch die Wirkung auf die Gäste und trug die Töne weit in den Kirchenraum. Bei „The Rose“ von Bette Midler ging hier und da vereinzelt ein Seufzen durch die Reihen. Das Lied berührte im Zweiklang von Violine und Orgel das Herz und vermittelte eine friedvolle Stimmung.

Franz Schleicher holte an diesem Nachmittag mit bekannten Klassikern wie „Imagine“ von John Lennon alles aus den Orgelpfeifen heraus. „Man merkt ihm seine Freude am Orgelspielen an, denn er spielt die modernen Stücke, als säße er an einem Keyboard. Dabei verliert er jedoch nicht den Respekt vor dem großen Instrument.“, so Petra Herzog im Gespräch.

Unter den Gästen fanden sich auch Familien mit Kindern, die ehrfurchtsvoll lauschten. Die dominanten Töne der Orgel sorgten nicht nur bei ihnen für Gänsehaut. Manche Gäste nahmen auch einen weitere Anreise in Kauf. „Ich bin begeistert von der Kirche, die so schön freundlich und hell ist“, so Frau Krause aus Gera. „Das Konzert war große Klasse!“ Sie hatte auf dem Campingplatz im Dreba-Plothener Teichgebiet von dem Konzert erfahren.

Als Zugabe überraschten Franz Schleicher und Felix Renner die Gäste mit dem bekannten Stück „Hallelujah“ von Leonhard Cohen und ermunterten alle, in den Refrain mit einzustimmen. Dieser harmonische Zusammenklang bildete einen runden Abschluss des Konzerts und versinnbildlichte einen der Grundgedanken der Kultur- und Heimatstiftung Dreba: gemeinsames Handeln mit und für einander.

 

Im Anschluss wurde am Gemeindehaus offiziell der KuHEXPRESS der Kultur- und Heimatstiftung Dreba eingeweiht. Dieses Fahrzeug solle in Zukunft in Dreba für mehr Mobilität bei den Senioren und Interessengruppen sorgen, so Steffen Franz, der in der Kultur- und Heimatstiftung Dreba Projektleiter des Projektes „Mobilität in Dreba“ ist. Die Nutzung und der Betrieb des 9-Sitzers erfolge ausschließlich durch Spenden, die der Kultur- und Heimatstiftung Dreba für weitere soziale Projekte im Rahmen ihrer Stiftungsziele zu Gute kommen. Prof. Dr. Olaf Werner aus Jena, der bereits im Vorfeld bei der Stiftungsgründung eine wichtige Rolle als Berater gespielt hatte, förderte dieses Projekt durch die Vernetzung mit der Hans-Meinecke-Stiftung, die den Erwerb des Fahrzeuges mit einer Spende in Höhe von 24.000 € ermöglicht hatte. Er freue sich über die Aktivitäten in der Gemeinde Dreba und komme immer gerne her, so Werner, denn hier könne man sehen, was mit ehrenamtlichem Engagement möglich ist. „Das gemeinsame Singen in der Kirche war wie ein Symbol für das gemeinsame Handeln.“ Auch Helmut Gumpert von der Agrofarm Knau fand lobende Worte und betonte:“ Neben den vielen ehrenamtlichen Helfern braucht man vor allem engagierte Macher wie Petra Herzog und Steffen Franz, die solche Projekte mit viel Zeitaufwand auf die Beine stellen.“ Außerdem ergänzte er, er haben in seinem Leben schon tausende Kühe gesehen, aber so eine KuH sei ihm bisher noch nicht begegnet. Die Agrofarm Knau spendete das Tankgeld für die ersten 1000 gefahrenen Kilometer. Nach der offiziellen Schlüsselübergabe kann nun der Fahrbetrieb des KuHEXPRESS aufgenommen werden. Rentner Ronald Wieduwilt aus Dreba hat sich bereits als ehrenamtlicher Fahrer angeboten.

 

Wer Franz Schleicher noch einmal live an der Orgel erleben möchte, der hat im Laufe des Jahres noch Gelegenheit: am 12. Mai 2018 um 16 Uhr ist er in der Kirche in Linda gemeinsam mit seiner Schwester Louise Schleicher zu erleben, die Cello spielt. Am 17. Juni spielt er um 17 Uhr in Kunitz bei Jena, und am 9. Dezember findet wieder ein gemeinsames Musizieren mit Felix Renner zur Veranstaltung „Kirche im Lichtermeer“ in Knau statt.

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